Lucidspark vs. Miro: Welches Whiteboard passt zu Deinem Team?

Lucidspark und Miro zählen zu den bekanntesten Online-Whiteboards für Brainstorming, Diagramme und Teamarbeit. Der Vergleich Lucidspark vs. Miro zeigt jedoch schnell: Beide Tools unterscheiden sich deutlich bei Funktionsumfang, Preisen und Datenschutz. Mit Collaboard kommt eine dritte Option ins Spiel, wenn Datenstandort und Hosting-Kontrolle für Dein Team zählen.

Lucidspark vs. Miro: Das Wichtigste in Kürze

  • Lucidspark ist das Whiteboard-Produkt von Lucid Software und verbindet Brainstorming über eine bidirektionale Anbindung an Lucidchart mit strukturierten Diagrammen.
  • Miro deckt mit Mindmaps, Kanban-Boards, Roadmaps, Dokumenten und über 250 Integrationen ein breiteres Funktionsspektrum ab als Lucidspark.
  • Bei den Einstiegstarifen liegen beide Tools nah beieinander: Lucidspark kostet im Team-Tarif 10 Euro pro Nutzer und Monat, Miro im Starter-Tarif 8 Euro pro Mitglied und Monat.
  • Collaboard ist eine Alternative zu Lucidspark und Miro für Teams mit hohem Schutzbedarf: Whiteboard, Moderation und Aufgabenplanung kombiniert mit wählbarem Hosting in Deutschland, der Schweiz oder den Niederlanden sowie vollständigem On-Premises-Betrieb.

Was unterscheidet Lucidspark von Miro im Kern?

Lucidspark ist auf Ideenfindung und den Übergang zu strukturierten Diagrammen ausgelegt, während Miro ein breiteres Online-Whiteboard für viele Arbeitsformen auf einer Fläche bietet. Im breiteren Feld der Kollaborationstools zählen beide zu den bekanntesten Namen. Beide Tools erreichen bei GetApp eine Bewertung von 4,7 von 5 Sternen, Miro auf Basis von rund 1.700 Bewertungen, Lucidspark auf Basis von etwa 385 Bewertungen.

Lucidspark: Ideenfindung mit Anbindung an Lucidchart

Lucidspark stammt von Lucid Software, den Machern von Lucidchart. Du importierst bestehende Lucidchart-Dokumente ins Board oder exportierst fertige Ergebnisse zurück, um sie druckreif aufzubereiten. Ein Timer, Abstimmungsfunktionen und Breakout-Boards für parallele Kleingruppenarbeit unterstützen geführte Sessions. Ein KI-Assistent erstellt Boards aus Prompts, gruppiert Inhalte und fasst sie zusammen. Neben Lucidspark zählen zahlreiche weitere Brainstorming-Tools speziell zur Ideenfindung, ohne die feste Anbindung an ein Diagramm-Tool.

Miro: Viele Arbeitsformen auf einer Fläche

Miro verbindet Whiteboard, Diagramme, Kanban, Roadmaps, Dokumente und Präsentationen in einem gemeinsamen Arbeitsbereich. Ergänzend stehen Community-Vorlagen sowie KI-Workflows und Connectors für externe Tools zur Verfügung. Damit deckt Miro mehrere Arbeitsformen auf einer einzelnen Fläche ab, während Lucidspark den Schwerpunkt stärker auf Ideenfindung mit Anbindung an Lucidchart legt. Wenn Du gezielt nach Miro Whiteboard-Funktionen für Mindmaps, Kanban und Diagramme suchst, findest Du diese in Miro gebündelt auf einem Board.

Für Teams, denen zusätzlich Moderation, Aufgabenplanung und die Wahl des Hosting-Standorts wichtig sind, lohnt sich ein Blick auf Collaboard als dritte Option.

Welche Funktionen bieten Lucidspark und Miro?

Beide Tools decken die Grundfunktionen eines Online-Whiteboards ab: eine unbegrenzte Arbeitsfläche, Haftnotizen, Freihandzeichnen und Vorlagen. Unterschiede zeigen sich vor allem bei Diagrammen, KI-Funktionen und der Struktur größerer Boards.

Funktion Lucidspark Miro Collaboard
Unbegrenzte Arbeitsfläche mit Zoom ✔️ ✔️ ✔️
Timer und Abstimmungen ✔️ ✔️ ✔️
Präsentationsmodus ✔️ ✔️ ✔️
Fokus-Modus & Aufmerksamkeitslenkung Teilweise Teilweise ✔️
Breakout-Funktionen für Kleingruppen ✔️, Enterprise Breakout Frames (Beta) ✔️
Eigenes Mindmap-Werkzeug ✔️ ✔️ ✔️
KI-Funktionen und KI-Anbindungen ✔️ Lucid AI ✔️ AI Workflows ✔️ MCP Server (Beta)
Aufgaben mit Priorität, Terminen und Zuweisung Teilweise ✔️ ✔️
Vorlagenbibliothek Mehrere Hundert Große Vorlagenbibliothek Über 350 Vorlagen

Lucidspark bietet über 100 Anbindungen, darunter Slack, Microsoft Teams, Google Drive, Zoom, Jira, Confluence und Asana, dazu einen MCP-Server für KI-Tools wie ChatGPT oder Claude. Miro bietet über 250 Integrationen und zusätzlich eine Entwicklerplattform für eigene Anbindungen.

Bei Aufgabenplanung, Moderationskarten und direkten Audio-Elementen auf dem Board bietet Collaboard einen etwas anderen Zuschnitt, wie die Tabelle zeigt.

Wie unterscheiden sich Lucidspark und Miro bei Zusammenarbeit und Integrationen?

Lucidspark und Miro erlauben beide die gleichzeitige Bearbeitung eines Boards in Echtzeit. Der Unterschied liegt vor allem in der Tiefe der Rechteverwaltung und der Anzahl verfügbarer Anbindungen.

Bei den Integrationen zeigen sich klare Schwerpunkte: Lucidspark und Miro decken die gängigen Business-Tools breiter ab, Collaboard setzt stärker auf Anbindungen für geschützte IT-Strukturen.

Integration Lucidspark Miro Collaboard
Microsoft Teams ✔️ ✔️ ✔️
Slack ✔️ ✔️
Google Workspace ✔️ ✔️
Zoom ✔️ ✔️
Webex ✔️ ✔️ ✔️ ab Advanced
Jira ✔️ ✔️ ab Starter ✔️ ab Advanced
Confluence ✔️ ✔️ ✔️ ab Advanced
Asana ✔️ ✔️ ab Starter
Azure DevOps ✔️ ab Business
Nextcloud ✔️ ab Advanced
Pexip, Rocket.Chat, Stashcat ✔️ ab Advanced
Öffentliche API für eigene Integrationen ✔️ ✔️ ✔️ ab Advanced
MCP-Server für KI-Tools ✔️ ✔️ ab Business Beta, ab Advanced

Rechte und Gastzugänge bei Lucidspark und Miro

Bei Lucidspark legst Du fest, ob Mitwirkende bearbeiten, kommentieren oder ein Board nur ansehen dürfen. Über einen geteilten Link gelangen Teilnehmende direkt zum relevanten Board-Bereich, ohne die gesamte Fläche zu durchsuchen. Miro unterscheidet zwischen Besuchern für öffentliche Boards und angemeldeten Gästen für private Boards und ergänzt das um Rechte für Ansicht, Kommentar und Bearbeitung.

Wenn Gäste ohne eigenes Konto arbeiten sollen und die Moderation dabei klar geregelt bleiben soll, lohnt sich ein Blick auf die getrennten Zugriffsstufen von Collaboard weiter unten im Datenschutz-Abschnitt.

Ein Online-Whiteboard lebt von genau diesen Freigaben und Zugriffsrechten, unabhängig davon, für welchen Anbieter Du Dich am Ende entscheidest.

Wie schneiden Lucidspark und Miro bei Datenschutz und Hosting ab?

Sobald Boards vertrauliche Projektpläne, Forschungsdaten oder Verwaltungsvorgänge enthalten, zählt der Speicherort mindestens so stark wie der Funktionsumfang. Lucidspark und Miro unterscheiden sich hier deutlich von Collaboard.

Speicherort bei Lucidspark und Miro

Lucidspark hostet Kundendaten auf AWS-Infrastruktur. Die Übertragung personenbezogener Daten aus der EU in die USA erfolgt über Standardvertragsklauseln und das EU-U.S. Data Privacy Framework, ein eigenes Datenresidenz-Programm mit Regionen wie der EU steht laut Lucid im Rahmen höherer Tarife zur Verfügung. Miro speichert Board-Inhalte bei EU-Datenspeicherung primär in Irland und sichert sie zusätzlich in Deutschland, Daten aus eingebundenen Drittanbieter-Apps können jedoch außerhalb dieser Region verarbeitet werden. 

Beide Anbieter verfügen über eine ISO-27001-Zertifizierung und einen SOC-2-Type-II-Bericht und stellen Maßnahmen zur Unterstützung einer DSGVO-konformen Nutzung bereit. In den veröffentlichten Bereitstellungsoptionen ist kein On-Premises-Betrieb ausgewiesen.

Wählbares Hosting bei Collaboard

Collaboard kann hier interessant sein, wenn Du mehr Kontrolle über Datenstandort und Infrastruktur brauchst: Du wählst zwischen der Open Telekom Cloud in Deutschland, Microsoft Azure in der Schweiz oder den Niederlanden, oder AWS. Im Enterprise-Tarif betreibst Du Collaboard vollständig On-Premises, bei Bedarf als Air-Gap-Lösung ohne jede Verbindung zum Internet. Dazu kommen:

  • Eigenes Logo und Farbschema
  • Einzeln aktivierbare Funktionen
  • Anpassbarer Datenschutzdisclaimer
  • Frei wählbare Gültigkeitsdauer für Einladelinks

Was kosten Lucidspark und Miro?

Lucidspark und Miro bieten beide einen kostenlosen Einstieg sowie mehrere kostenpflichtige Tarife. Wie bei den meisten Anbietern von Whiteboard-Software lohnt sich auch hier ein Blick über den reinen Einstiegspreis hinaus.

Tarif Lucidspark Miro Collaboard
Kostenlos 3 Boards 3 bearbeitbare Boards 3 Boards, 5 Teilnehmende je Board
Einstieg Individuell, 9 US-Dollar pro Monat (Einzelperson) Starter, 8 US-Dollar pro Mitglied und Monat, bei jährlicher Abrechnung Basic, 5 Euro pro Nutzer und Monat
Team Team, 10 US-Dollar pro Nutzer und Monat Business, 20 US-Dollar pro Mitglied und Monat, bei jährlicher Abrechnung Advanced, 10 Euro pro Nutzer und Monat
Enterprise Preis auf Anfrage Preis auf Anfrage Preis auf Anfrage

Der Individual-Tarif von Lucidspark richtet sich an Einzelpersonen und ist nicht direkt mit den teamfähigen Einstiegstarifen von Miro und Collaboard vergleichbar. Wenn Du im Team arbeitest, benötigst Du bei Lucidspark in der Regel einen entsprechenden Team-Tarif.

Worauf Du neben dem reinen Preis achten solltest:

  • Wie viele Boards und Gäste sind im gewählten Tarif enthalten?
  • Ab welchem Tarif stehen SSO, Audit-Protokolle oder Admin-Rechte zur Verfügung?
  • Welche Hosting-Optionen lassen sich wählen?
  • Wie hoch ist die Mindestabnahme an Lizenzen?

Collaboard kann hier interessant sein, weil bereits der Basic-Tarif unbegrenzte Boards und bis zu 20 Gäste mit Zugriffsrechten pro Board bietet, ohne dass Du dafür eine Mindestanzahl an Lizenzen abnehmen musst.

Behalte die Kontrolle über Speicherort und Zugriff auf Dein Whiteboard

Inwiefern Lucidspark oder Miro am Ende die richtige Wahl für Dein Team ist, hängt stärker von Deinen Anforderungen an Integrationen, Preismodell und Datenschutz ab als vom reinen Funktionsumfang. Vor der Auswahl solltest Du prüfen:

  • Wie viele Boards, Gäste und Integrationen benötigst Du im Alltag?
  • Welche Rechte sollen interne und externe Personen erhalten?
  • Wo sollen Board-Inhalte und Backups gespeichert werden?
  • Reicht Cloud-Hosting oder brauchst Du On-Premises beziehungsweise ein abgeschottetes Netz?
  • Welche Admin- und Sicherheitsfunktionen sind im gewählten Tarif enthalten?
  • Wie hoch ist die Mindestabnahme an Lizenzen im gewünschten Tarif?

Deckt keines der beiden Tools Deinen Bedarf an Hosting-Kontrolle und Datenschutz ab, lohnt sich neben weiteren Kandidaten für eine Miro-Alternative auch ein Blick auf Collaboard.

Ein kostenloser Test mit einem echten Projekt zeigt am schnellsten, ob Funktionsumfang, Rechteverwaltung und Hosting zu Deinen Abläufen passen.

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Häufig gestellte Fragen

Hast du noch Fragen? Wir sind hier um zu helfen.

Lucidspark verbindet Ideenfindung eng mit Lucidchart und richtet sich an Teams, die Brainstorming direkt in strukturierte Diagramme überführen. Miro deckt mit Mindmaps, Kanban, Roadmaps und Dokumenten ein breiteres Spektrum an Arbeitsformen ab. Der KI-Assistent von Lucid arbeitet stärker im Board selbst, während Miro AI Workflows und Connectors für externe Tools bereitstellt.

Ja, Lucidspark bietet einen KI-Assistenten, der Boards aus Prompts erstellt, Inhalte clustert und zusammenfasst, dazu einen MCP-Server für die Anbindung an ChatGPT, Claude oder Microsoft Copilot. Miro bietet mit AI Workflows und Connectors einen breiteren KI-Werkzeugkasten für unterschiedliche Formate.

Beide Tools begrenzen den kostenlosen Tarif auf 3 bearbeitbare Boards. Bei Lucidspark kommen unbegrenzte Formen sowie einfache Kollaborationsfunktionen hinzu, bei Miro Basisformate, Vorlagen und eine eingeschränkte KI-Nutzung.

Ja, Lucidspark bietet für einzelne Personen einen Individual-Tarif an. Für die gemeinsame Nutzung im Team stehen entsprechende Team-Tarife zur Verfügung.

Collaboard eignet sich für Teams mit erhöhtem Schutzbedarf für ihre Daten, etwa in der Bildung, der öffentlichen Verwaltung, bei Banken oder in Unternehmen mit sensiblen Projektdaten. Du wählst den Hosting-Anbieter selbst und kannst im Enterprise-Tarif vollständig On-Premises arbeiten.

Ja, Collaboard steht kostenlos mit 3 Boards und bis zu 5 Teilnehmenden pro Board zur Verfügung, dazu über 350 Vorlagen zum direkten Einstieg.

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